Mittwoch, 21. September 2011

Erste Gruesse aus Arusha (oder: Ninajifunza kiswahili...)

Seit ein paar Tagen bin ich also in Tansania.
Das Workcamp war wirklich super. An unserer Arbeit hatte sich im Grunde nicht mehr viel geaendert, ein paar waren noch ein paar Tage in der Primary, andere puhlten Mais. Father William hat gesagt, dass sie nicht damit gerechnet hatten, dass die Arbeit so schnell ausgehen wuerde. Die Felder, die wir in zwei Tagen schafften, wuerden sonst eine Woche dauern. Nicht, dass wir so viel gearbeitet haetten, aber unsere Anwesenheit hat wohl so viele motiviert, auf dem Feld zu helfen. Aber noch interessanter war ja die Zeit dazwischen. In der letzten Woche hatten wir mehr mit dem Youth Club der Kirche zu tun und hatten regelmaessig ein volles Haus an den Abenden, unsere Abschiedsfeier (inklusive selbst geschlachtetem Hahn, und selbst geschlachtet heisst in dem Fall selbst gekauft und vom Nachbarn geschlachtet) war ein Erfolg und obwohl der Abschied schwer war, freut man sich schon auf die naechste deutsche Gruppe.
Die letzte Woche waren wir also in Kenia unterwegs. Von einem Ort zum anderen zu kommen sieht erstmal mit den vielen Busverbindungen leichter aus, als es ist. In Kakamega erwischten wir in der Flut von Angeboten einen Nachtbus und kamen erst um Mitternacht in Nakuru an, der Bus von Mombasa nach Nairobi hatte waehrend der Fahrt einen Motorschaden, drei Stunden spaeter sassen wir in einem anderen Bus und fuhren weiter. Aber letztlich funktioniert es eben doch immer irgendwie. Und unser Touristenprogramm schafften wir auch: Giraffen und Antilopenherden in der Savanne am Lake Nakuru, weisser Traumstrand mit Seesternen und Kugelfischen in der Ebbe in Mombasa, Gemwuerzmarkt, Meer von Stoffen, und im letzten Hotel in Nairobi eine herrliche Aussicht direkt auf die River Road.

Freitag Abend flog die Gruppe zurueck, ich schlief noch eine Nacht in Nairobi und fuhr am naechsten Morgen mit dem Bus (Kampala Coach) nach Arusha. Touristenvisum gab es unkompliziert an der Grenze. Ganz theatralisch ging gerade ein Sandsturm los, als wir tansanischen Boden befuhren, und auf einmal sah alles ganz anders aus... In Arusha wurde ich von Peter abgeholt, der seit paar Jahren mit den Workcamps in Mwanga zu tun hat.

Und seither bin ich hier und habe nicht viel zu tun. Ausser: Swahili lernen. Den Sprachschock gab es am zweiten Tag, als ich nichtmal faehig war, in einem Cafe etwas zu trinken zu bestellen. Gestern kam Richard an, unser Mentor, und ich erfuhr, in welche Familie ich komme: zu Emily, einer Schwester der Gesundheitsstation, in der ich arbeiten werde, drei Minuten entfernt von ebendieser. Richard gibt mir einen Monat, um die Sprache zu lernen. Ein ehrgeiziges Ziel, fuers erste.

In einer halben Stunde fahren wir zum Flughafen, die anderen Tansania-Freiwilligen abholen. Morgen geht es dann nach Singida und uebermorgen nach Mwanga. Und dann geht es richtig los.

Beste Gruesse!

1 Kommentar:

  1. Hallo Olga,

    Hans hat mir den Link zu diesem Blog zukommen lassen. Liest sich sehr interessant! Ich wünsche dir eine weiterhin schöne Zeit und freue mich auf neue Blogeinträge.

    Gruß,
    Christoph

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